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Okt 26, 2020 | Insight, Mitarbeiterstories

Bericht über die Umbaumaßnahme der Buckel-Schweißmaschine (M67) in Wilnsdorf

Ich bin Richard, 33 Jahre, und arbeite seit Sommer 2017 als Elektrotechniker in der Abteilung Instandhaltung. Meine Aufgaben sind Fehlersuche, Reparaturen, Modernisierungen von Anlagen, Programmierung, usw.

Im Frühjahr 2019 beauftragte mich mein Vorgesetzter mit dem Umbau einer alten NIMAK Buckelschweißmaschine, die vorher wohl schon Jahre defekt in einem Lager stand. Ziel des Umbaus war es, eine funktionierende, leicht bedienbare und modere Anlage für einen flexiblen Einsatz zu schaffen. Bei einem positiven Ergebnis kann diese Anlage als Vorbild für zukünftige Modernisierungen unserer Buckelschweißmaschinen dienen.

Zusammen mit unseren Industriemechanikern ging es im ersten Schritt darum, die Anlage von überflüssigen Anbauten zu befreien und den Jahrzehnte alten Schmutz zu entfernen. Im Anschluss mussten wir prüfen, welche mechanischen und elektrischen Komponenten noch ok und verwendbar waren – leider nicht so viele …..

Nachdem alle mechanischen, pneumatischen und hydraulischen Komponenten repariert wurden, wagte ich mich an die Steuerung. Alle alten elektrischen Komponenten aus dem Schaltschrank wurden entfernt und gegen modernere ersetzt. Unter anderem verpassten wir der Anlage eine neue Siemens SPS, die über die aktuelle Programmiersoftware (Tia Portal) flexibel programmiert werden kann. Zur Bedienung der Schweißmaschine setzten wir ein modernes Touch Display ein. Hier werden alle notwendigen Informationen an den Bediener (wie z.B. Zählerstände, Programmanwahl, Fehlermeldungen, usw.) angezeigt und ermöglichen eine vereinfachte, intuitive Eingabe von Steuerbefehlen.

Prozesszustände werden nun durch angebrachte Sensoren (z.B. Kühlwasserdurchfluss, Zylinderdruck, Schweißparameter) von der Steuerung überwacht und ausgewertet. Zusätzlich wurden Pneumatik Ventile seitlich angebracht, um je nach zu schweißendem Artikel Spann-, Ausblas- oder Auswerffunktionen zu realisieren. Auch sitzen hier nun Sensorinseln, wo werkzeugspezifische Sensoren wie z.B. Bauteilkontrolle oder Spannkontrolle angeschlossen werden.

Der größte Vorteil

Der größte Vorteil, gegenüber den veralteten Steuerungen unserer Buckelschweißanlagen, ist der extrem einfache Wechsel auf einen anderen Artikel.

Um einen anderen Artikel zu schweißen, müssen die Schichtführer bei den alten Anlagen, neben dem mechanischen Austausch der Schweißvorrichtung, auch jede Menge Parameter an verschieden Stellen nach Listen umstellen. Jede Buckelschweißanlage ist anders aufgebaut und muss über andere Schnittstellen, mit ihren jeweiligen Eigenheiten, eingerichtet werden. Diese fehleranfälligen und mühseligen Arbeitsschritte gehören nun mit unserer neuen Steuerung der Vergangenheit an.

Auf dem Touchdisplay kann in wenigen Schritten der zu schweißende Artikel aus einer Bibliothek, der sogenannten Rezeptur, ausgewählt werden und alle notwendigen Einstellungen werden automatisch in die Steuerung geladen. Innerhalb von Sekunden nach dem mechanischen Umbau ist die Anlage einsatzbereit.

Weiterhin bietet die neue Anlage uns in der Instandhaltung, aber auch den Schichtführern, eine vereinfachte Fehlersuche. Insgesamt ist die Anlage „aufgeräumter“ und mit einem neuen Schaltplan versehen. In den anderen Schweißmaschinen befinden sich teils sehr alte Bauteile, die über die Jahre auch stetig mehr und verworrener wurden.

Viele Fehler werden nun als Klartext im Display angezeigt und Sensorzustände können aus einer Übersicht direkt angezeigt werden. Erweiterungen von Funktionen können nun leicht umgesetzt werden, weil alles zentral über eine moderne SPS vernetzt ist.

Die Modernisierung der veralteten Buckelschweißanlage in unserem Werk war längst überfällig. Die Kosten für den Umbau halten sich in Grenzen. Das System macht nicht nur den Anwendern und der Instandhaltung das Arbeiten leichter, sondern steigert auch die Produktivität der Fügeabteilung.

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