Einen Einblick ins achtwöchige Praktikum im Bereich Projektmanagement

Nov 27, 2020 | Weiterbildung, Ausbildung, Mitarbeiterstories

Warum Meleghy Automotive und PDahlke Engineering besonders in der Arbeitswelt sind

Kurz zu mir, ich bin Student an der Universität Siegen und studiere Fahrzeugbau. Vor meiner Bachelor-Arbeit, wollte ich einen Einblick in die Arbeitswelt erhaschen.

“We are family“ – nicht nur ein Werbeslogan

Bei meiner Bewerbung entdeckte ich auf der Homepage das Firmenmotto „We are Family“. In dem folgenden Blogeintrag, zeig ich warum es sich hierbei nicht nur um einen daher gesagten Werbeslogan handelt.
Als man mich zu einem Bewerbungsgespräch bei Pdahlke-Engineering einlud, wusste ich noch nicht, was mich erwartet. Man hatte sich sehr viele Gedanken gemacht und keine Mühen gescheut, mir trotz Corona Pandemie sehr viel bieten zu können. Um mir einen möglichst großen Einblick zu ermöglichen, war ich dem Projektmanagement zugeteilt. Das ist natürlich verbunden mit Verantwortung und Eigenständigkeit. Aber keine Angst, fürchten sollte man sich nicht, man hat viele nette Ansprechpartner die einen da ganz langsam ranführen. Generell muss man sagen, noch nie wurde ich so herzlich in ein Unternehmen aufgenommen. Ihr kennt doch das Gefühl wenn man neu ist, das war am ersten Tag weg und es fühlte sich alles sehr vertraut an, als ob ich schon seit paar Jahren dort arbeite.

Was erlebt ein Projektmanager?

Was habe ich alles erlebt? Unters Projektmanagement fallen Team Meetings, Einzelgespräche mit den Abteilungen, Unterstützung bei laufenden Projekten sowie ein eigenes Projekt. Um die Firma und ihre Abläufe näher kennen zu lernen besuchten wir ebenfalls verschiedene Produktionsstandorte, Lieferanten und auch Kunden.
Das Praktikum begann mit einer Einführung in die hauptsächlich relevanten Programme. Die Hauptsysteme sind die „Enterprise Resource Planning“(ERP) Software von SAP und die „Product Lifecycle Managment“(PLM) Software von Siemens.
Das Teamcenter dient für die Planung der Projekte. Hier befinden sich also, die spannenden Projekte für die Autos von morgen!
Die SAP Software dient als Datenbank für die Teile in Serie. Dort befinden sich Arbeitspläne, Stücklisten, Vertriebs-, Versand-, Einkauf- und Lagerdokumente. Also Informationen die besonders für die Werke und Produktion im laufenden Betrieb notwendig sind.

Qualitätsmanagement und seine Vielfalt

Für ein paar Tage schnupperte ich ins Qualitätsmanagement. Dafür machten wir uns auf den Weg nach Gera. Das heißt knapp 400km in den Osten Deutschlands. Dort lernte ich wiederum eine Vielzahl an Leuten kennen, die mir spannende Einblicke in ihre Tätigkeiten gaben. Ebenfalls bekam ich eine Rundführung, die Pressen und Fügeanlagen erklärt und ich konnte bei Bemusterungen zuschauen. Eine Bemusterung bedeutet ein Bauteil auf seine vorgegebenen Eigenschaften zu kontrollieren. In diesem Fall maßlich mithilfe optischer oder taktiler Messungen.
Wir waren insgesamt vier Tage dort. Nach der Arbeit ging man mit Kollegen mal was essen oder aber ich erkundete die Stadt. In Gera findet jedes Jahr eine mehrwöchige Kirmes statt, wie auch zum damaligen Zeitpunkt. Die Altstadt muss man gestehen ist alleine schon einen Besuch wert. Aber das war noch nicht alles aus den vier Tagen.
Für ein Gespräch am Fügemeisterbock mit unserem Kunden Volkswagen, fuhren wir von Gera aus nach Zwickau. Das ist der Standort an dem die Elektrofahrzeuge der Zukunft entstehen.
Dort sah ich was es mit diesem Bock auf sich hatte, unsere Bauteile können an einer aufgebauten Karosse probeweise platziert werden. Aus Sicherheitsgründen durfte man dort natürlich keine Bilder machen. Aber ich kann euch versprechen, die Fahrzeuge für die man Teile fertigt fahren zu sehen, hat seinen eigenen Charme. Im späteren Verlauf meines Praktikums durfte ich sogar für eine Dienstreise den Volkswagen ID3 aus den Pool Fahrzeugen nutzen. Ein Vertrauensbeweis seitens Meleghy Automotive und für mich sehr schön mal einen Einblick in die Elektro Mobilität zu gewinnen.

Meleghy Automotive optisches Messen

Aus Sicht des Kunden

Auf dem Rückweg aus Gera konnte ich die Sicht als Kunde kennenlernen. Beim Besuch eines Zulieferers, der sich mit mit Draht, Stanz und Rohrbiegeteilen befasst. Dort hatten wir ein Gespräch mit dem technischen Leiter bzgl. deren Zuliefererteils. Begutachtet wurden das Lehrenkonzept des Teils, die Toleranzen und Abläufe bis zur Lieferung. Lehrenkonzept sagt euch nichts? Das ist ein erster Vorschlag für die Vorrichtung in der man ein Bauteil bemustert. Zum Schluss gab es eine Führung durchs Werk. Was mich sehr erstaunte, war die Fußbodenheizung in den Lagerräumen, man nutzt die sonst unnütze Abwärme der Maschinen dafür. Wirklich clever.
Um mal auch einen Lehrencheck zu sehen, waren wir bei einem Unternehmen für Modellbau. Lehrencheck ist nichts anderes als eine kleine Check-Liste auszufüllen, ob alles wie geplant läuft beim Lehrenbau. Sie sind ein kleiner Betrieb der für uns schon in der Vergangenheit diverse Lehren anfertigte. Die meisten wären verwundert wieviel Know-How und Arbeit in so einer Vorrichtung stecken.

Eigenständige Tätigkeiten bereits als Praktikant

Aber kommen wir zu meiner eigenständigen Aufgabe. In der Planung eines Projekts, findet immer eine Kalkulation statt. Man möchte ja wissen wie viel man im Endeffekt am Auftrag verdient. Die realen Werte weichen jedoch immer von der Kalkulation ab, und das leider oft zum negativen. Aber woran liegt das eigentlich? Also führte ich ein Projektaudit durch, mit dem Ziel die Gründe für diese Abweichungen zu finden. Der erste Schritt bestand aus reiner Fleißarbeit, also ein Abgleich von Einträgen zwischen verschiedenen Listen. Sind hier Übertragungsfehler entstanden oder veraltete Werte genutzt worden? Im zweiten Schritt kommt der spannende Teil. Ich fahre nach Wilnsdorf, einer unser Standorte wo die Baugruppen oder Einzelteile der Projekte gefertigt werden. Jetzt erfasse ich die Werte aus der laufenden Produktion und rede mit den Mitarbeitern. Gibt es Probleme mit dem Werkzeug, dadurch hohe Ausfallzeiten oder andere Mängel? Sind die eingestellten Maschinenparameter richtig? Stimmt die Mitarbeiteranzahl? Wie lange wird zum Rüsten benötigt? Und viele weitere Fragen stelle ich dort.

Dabei halfen mir auch die Produktionsmitarbeiter herzlich und man konnte die ein oder andere lustige Arbeitsgeschichte hören. Alles Relevante wird notiert, dann verglichen mit den Kalkulationen usw. Wichtig ist hier eine strukturierte Herangehensweise, viele Abweichungen sind nur gering aber wie sagt man so schön. Kleinvieh macht auch Mist.

Projektlaunch-Erfahrung

Ebenfalls miterleben konnte ich den Anfang eines Projekts. Benötigt wurde ein Projekt Tracker, dieser bestand aus einer Terminplanung, den offenen Problemen, einer Materialnachverfolgung und aus den Simulationen der Werkzeuge. Dafür musste ich den Rohbauplaner, Qualitätsingenieur, Prozesssimulation/Werkzeug Design Ingenieur und den Projekteinkäufer kontaktieren. Diese stellten mir die benötigten Informationen zur Verfügung. Man wurde zu jedem Zeitpunkt wie ein fester Teil des Teams behandelt.

Praktikum Meleghy Automotive Ingenieur

Praktikums-Bewertung à la „We are family“

Aber kommen wir nochmal zu dem Satz „We are family“. Ich verbinde mit meinem Praktikum nicht nur eine lehrreiche und interessante Zeit. Auch die ganzen Gespräche und Charaktere die ich kennen lernen durfte. Was mir im Gedächtnis blieb war die Fahrt nach Gera, ich fuhr mit einem langjährigen Mitarbeiter dorthin. Dieser hatte natürlich jede Menge aus den vielen Jahren zu erzählen, da merkte ich nochmals deutlich, das zum Arbeiten mehr gehört. Man entwickelt sich persönlich weiter, schließt Freundschaften und gestaltet die Zukunft der Mobilität mit. Wir sind in einer sehr spanenden Zeit, bewegen uns hin zur Elektromobilität. Es ist schön ein Teil davon zu sein.
Erwähnen sollte man noch da es leider keinen Standard dazu in der Industrie gibt. Als Student kriegst du das Praktikum vergütet. Für einen Studenten entscheidend da man sich voll und ganz auf das Praktikum konzentrieren kann, ohne auf einen Nebenjob angewiesen zu sein.
Abschließend bleibt zu sagen, keiner arbeitet dort weil er es muss, sondern weil er es will. Das Arbeitsklima ist wirklich familiär, es ist gibt keine festgefahrene Hierarchie. Alle Türen seine Träume zu verwirklichen stehen offen. Bewerbt euch, ihr könnt nur gewinnen.
Mein nächster Schritt ist meine Bachelorarbeit über ein spannendes Thema bei Pdahlke Engineering und Meleghy Automotive.

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